Blankstahl/ Edelstahl

Blankstahl findet aufgrund seiner besonderen Maßgenauigkeit und Oberflächengüte in der Automobil-, Maschinenbau-, Textil- und Apparatebauindustrie Verwendung.

Da es sich hierbei um ein Halbfertigerzeugnis handelt, muss Blankstahl erst durch eine maschinelle Bearbeitung (spanend oder auch spanlos) zu einbaufertigen Massenteilen hoher Präzision verarbeitet werden. Hierzu zählen Schrauben, Muttern, Kolbenstangen, Wellen, Zahnräder und Formteile aller Art. An diesen Teilen können weitere Verfeinerungsoperationen, wie z.B. Einsatz- und Vergütungsbehandlungen, Induktionshärtungen und Oberflächenveredelungen vorgenommen werden. Blankstahl kann sowohl in gezogener Ausführung (K) als auch in geschälter Ausführung (SH) sowie in geschliffener bzw. geschliffener und polierter Ausführung geliefert werden.

Nichtrostende Werkstoffe

Als nicht rostend gelten Werkstoffe, die sich durch besondere Beständigkeit gegen chemisch angreifende Stoffe auszeichnen; sie haben im allgemeinen einen Massenanteil Chrom von mindestens 10,5 % und einen Massenanteil Kohlenstoff von höchstens 1,2 %.

Da die Korrosionsbeständigkeit der nicht rostenden Stähle nur bei metallisch sauberer Oberfläche gesichert ist, müssen Zunderschichten und Anlauffarben, die bei der

Warmumformung, Wärmebehandlung oder beim Schweißen entstanden sind, vor dem Einsatz entfernt werden. Fertigteile aus Stahlsorten mit ca. 13 % Chromanteil verlangen zur Erzielung ihrer höchsten Korrosionsbeständigkeit beste Oberflächeneigenschaften (z.B. fein geschliffen oder poliert). Fette, Farben oder andere Verunreinigungen mindern ebenfalls die Korrosionsbeständigkeit.